WB NEUBAU FEUERWEHR GRAZ OST

SA_FWG_01A.jpg

FUNKTIONALE KRITERIEN

Der Neubau der Feuerwache Graz Ost beruht auf einem schlichten Baukörper in Beton- und Holzbauweise. Das Erdgeschoss, welches die Fahrzeughalle sowie die Umkleiden beherbergt, wird in weißem kerngedämmten Sichtbeton errichtet, welcher sich im nördlichen Teil auch über die beiden Obergeschosse zieht.

Der Eingang sowie die Vertikalerschließung im Süden werden über eine Pfosten-Riegelfassade belichtet.

Im ersten Obergeschoss befinden sich der Fitnessraum – belichtet über großzügige, runde Dachverglasungen – sowie die Ruheräume für Mannschaft und Offiziere. Der Büroraum der Offiziere liegt im Nahbereich zu deren Ruheräumen. Die Bereiche von Mannschaft und Offizieren sind getrennt, die Rutschstange in die Fahrzeughalle liegt zentral.

Die Ruheräume, welche an der Westseite liegen, werden über einen 1,90 breiten Lichtschlitz belichtet.

Im zweiten Obergeschoss liegen Mannschaftsraum und Schulungsraum direkt nebeneinander, sodass beide über eine mobile Trennwand kuppelbar sind. Im Nordwesten sowie im Südwesten bieten zwei geschützte Freiterrassen die Möglichkeit des Aufenthaltes im Freien. Zum Vorplatz hin ist in die Westfassade eine Loggia eingeschnitten.

Eine Fluchtstiege in Stahlbauweise wird im Norden neben dem Turm positioniert.

Die Kellerräume werden entlang der Ostfassade errichtet, um kostspielige Unterfangungen zur westlichen Grundgrenze zu vermeiden.

ERDGESCHOSS

1. OBERGESCHOSS

2. OBERGESCHOSS

UNTEGESCHOSS

BAUWEISE

Das Erdgeschoss sowie der Übungsturm sind in weiß gefärbtem Beton mit Kerndämmung ausgeführt. Die Solaranlage am Gründach des Gebäudes wird zur Bauteilaktivierung der massiven Bauteile genutzt. Die beiden Obergeschosse werden in Holzbauweise (Ständerwände sowie BSP Decken) errichtet. Das Holz soll weitgehend sicht- und erlebbar bleiben. Die Oberflächen im Innenbereich werden hell und pflegeleicht ausgeführt.

ARCHITEKTUR

Die beiden Obergeschosse kragen über die Breite der Fahrzeughalle an die Baugrenzlinie nach Osten hin aus und bilden ein Vordach über den Einfahrten in die Halle. Horizontale Holzlamellen in verlaufender Breite fassen die Obergeschosse und ziehen sich weiter nach Süden über das verglaste Treppenhaus. Im Bereich über der Fahrzeughalle zeichnet sich die Holzbauweise in der vertikal geschalten Lärchenholzfassade ab. Dieser Bereich ist einer Schublade gleich aus dem Betonvolumen herausgezogen. Die eingeschnittenen Terrassen und der Lichtschlitz zu den Brandwänden im Süden und Westen sowie die Loggia im Osten bieten eine hohe Aufenthaltsqualität und bringen reichlich Tageslicht in die Innenräume sowie Gangflächen.

SCHNITT QUER
Previous
Previous

WB Post City, Linz _ 2. PRIZE

Next
Next

WB VS Reininghaus, Graz