WB QUARTIER 12
GRAZ REININGHAUS
Das Absenken des gesamten Platzes bewirkt die Schaffung einer zusätzlichen Erdgeschosszone zum Platz hin. Ungestört von Lärmemissionen der umgebenden Straßen bekommt der Platz dadurch eine IMMENSE AUFENTHALTSQUALITÄT. SchülerInnen der beiden Schulen haben nicht nur barrierefreien, sondern ATTRAKTIVEN ZUGANG ZU ESPLANADE UND PARK. Allen Bewohner von Reininghaus wird mit der Durchwegung des Q12 EIN VERLOCKENDES ANGEBOT ZUR FUSSLÄUFIGEN ERSCHLIESSUNG DER UMGEBUNG gemacht, aus der Grazer Innenstadt kommend wird man durch die Sogwirkung des Platzes in das Herz von Reininghaus geleitet. Q12 wird kein benachteiligtes Seitenquartier, sondern bekommt eine Trichterfunktion zum Zentrum des neuen Stadtteiles.
Gerade weil das Quartier Q12 die beiden Schulen beherbergt, muss es EIN WACHES UND PULSIERENDES QUARTIER werden, welches von fußläufiger Durchwegung belebt wird. Q12 wird ein SCHNITT- UND TREFFPUNKT, der alle Komponenten urbanen Lebens bedient:
Aufenthaltsqualität, Konsumfreie Ruhezonen, Kommunikationsbereiche, Sehen- und Gesehen werden, Kulinarik, Shopping, Arbeitsplätze, Wohnen.
LEITIDEE : TIEFER PLATZ
Das Quartier Q12 wird über den TIEFEN PLATZ mit dem Kerngebiet von Reininghaus verbunden. Der Platz beginnt sich zwischen den beiden Schulen sanft zu neigen, sodass er die Alte-Post-Straße unterquert ohne den Eindruck einer Unterführung zu wecken. Das leichte Gefälle des Platzes verleiht ihm eine Richtung, ähnlich einer Arena. Auf den Sitzgelegenheiten, die an Grüninseln und Wasserbecken zum Verweilen einladen, genießen die BewohnerInnen die Abendsonne.
GRÜNES BAND
Über den TIEFEN PLATZ entwickelt sich ein grünes Band, welches den Grünraum des Parkquartieres über die Esplanade und das Quartier Q2 bis zum Sportareal zieht. Mehrstämmige Laubbäume am Platz bieten Schattige Aufenthaltsplätze, die im Platz implementierten Grüninseln werden auch als Liegewiesen und Picknickplätze genutzt.
Der Platz wird durch unterschiedliche Bodenbeläge in schnelle und langsame Bereiche zoniert. In den Bereichen zwischen den Grüninseln wird mit einer wassergebundenen Decke ein versickerungsfähiger Untergrund geschaffen, welcher die Aufenthaltsbereiche suggeriert. Die der Durchquerung gezollten Bereiche werden mit einem Plattenbelag spürbar.
MISCHNUTZUNG
DIE BEBAUUNG FASST NICHT NUR DEN TIEFEN PLATZ SELBST, SONDERN DAS GROSSRÄUMIGE FREIRAUMAREAL MIT DEM PARKQUARTIER IM WESTEN. Damit dieses Areal städtebaulich gehalten ist, wird ein starker, gekuppelter Bau auf das Quartier Q12 gesetzt. Er tritt nicht mit den vertikalen Bauten des Zentrums in Konkurrenz, sondern bietet DEM PARKQUARTIER EIN RUHIGES ABER STABILES GEGENÜBER.
Die Baukörper bilden zwei grüne Höfe, welche die Spielplätze beherbergen. Sie werden durch einen aufgeständerten Baukörper in Nord-Südrichtung verbunden, welcher von dem TIEFEN PLATZ unterspült wird.
Im Platzgeschoss (ein Geschoss unter dem umgebenden Nullniveau) liegen Shops und Gastronomie, welche sich zum Platz hin orientieren.
Im Erdgeschoss, welches von der Josef-Huber-Gasse sowie der Kratkystraße aus eben zugänglich ist, werden Unternehmen, Arzpraxen, Büros, Coworking Spaces etc. angesiedelt.
In den darüber liegenden Geschossen werden Wohnungen untergebracht. Die Absetzung der
Wohnungen von den Erschließungsstegen ermöglicht eine SCHALLGESCHÜTZTE QUERDURCHLÜFTUNG FÜR ALLE WOHNUNGEN.
DIE 5- BIS 11 GESCHOSSIGEN BAUKÖRPER BEHERNERGEN AUF DEN BEGRÜNTEN DÄCHERN FLÄCHEN FÜR SEMI-PUBLIC-GREEN: NutzerInnengärten, Gemeinschaftssauna, Grillplatz und Liegewiese.